|
Div Peter Stutz
(Chef des Führungsstabs der Armee, das zweithöchste Armee-Amt) ist
verantwortlich für die Planung und Führung der Operationen und Einsätze
der Armee im In- und Ausland. Im Auftrag des Chefs der Armee erlässt der
Führungsstab zudem die Vorgaben für die Grundbereitschaft der Armee. Er
definiert, welche Leistungen von der Armee kurz- und mittelfristig
erbracht werden müssen.
|
|
In seinem Referat hat Div Stutz, ausgehend von den möglichen
Bedrohungsformen und deren Eintretenswahrscheinlichkeiten, aufgezeigt,
welche Leistungen von der Schweizer Armee gefordert sein müssten.
Doch dieser übervolle Katalog an Erwartungen kann aus personellen und
finanziellen Gründen nicht erfüllt werden.
|
|
|
Wir als Gesellschaft (nicht alleine die Politik oder die Militärführung)
sind gefordert, uns im Klaren zu werden, was wir von der Armee erwarten.
Die "Ich AG", die, wenn überhaupt, staatliche Leistungen bezahlt, aber
sich sonst nicht mehr einbringen will, diese "Ich AG" stellt unser
Milizsystem in Frage. In der Gleichung
Bereitschaft x Gesellschaft x Wirtschaft x PartnerIn
müssen alle Multiplikatoren > 0 sind (d.h. alle Mitmachen) sonst ist das
Gesamtresultat null.
|
|
Wenn die der Armee zu Verfügung gestellten Finanzmittel nicht
ausreichen, ist es dann nicht zielführender, sich auf bestimmte Leistungen
zu beschränken, als sich vorzumachen, dass es irgendwie schon geht?
(Die Ausführungen von Div Stutz sind hier nur verkürzt und
unvollständig wiedergegeben.)
Selten wurde nach einem Lions-Vortrag so lange
weiterdiskutiert.
|
|
|
Div Peter Stutz mit Marcel Baumberger beim Austausch von Erinnerungen an
die vergangenen 14 Jahre gemeinsam verbrachter Dienstzeit.
|
|
|
|