24.01.08
Ursula
Tscharner:
Haben Kleingemeinden eine Zukunft?
Im Thema stecken viel Herzblut, Emotionen und Eigeninteressen, die es zu berücksichtigen galt und gilt. Nicht zu letzt wird befürchtet, dass die zukünftige Politik von "anderen" gemacht wird, die "zu weit weg" sind, d.h. die Bürgernähe ginge verloren, wenn man für Gemeindeversammlungen oder andere Behördengänge zuerst mit dem Auto nach Tomils fahren müsse.
(Anmerkung des Verfassers:
Eigentlich wie in der Privatindustrie, wenn offensichtlich zu kleine Firmen
fusionieren oder von andern gekauft werden. Auf dem Papier lassen sich
Fusionsgewinne immer leicht ausweisen, in der Praxis scheitert es dann daran,
dass unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen, dass die Entscheidungen
nicht mehr flexibel an der Basis getroffen werden oder dass die Kunden nicht
mehr optimal betreut werden, da enttäuschte Mitarbeiter innerlich gekündigt
haben.
Auch die Gemeindefusion ist wirtschaftlich begründbar und aus finanziellen und
operationellen Gründen wünschenswert. Die Einwohner der betroffenen Gemeinden
müssen aber "abgeholt" werden, damit sie sich im neuen Gebilde wiederfinden
können.)
PS: Aus den Diskussionsvoten hat man herausgehört, dass einige Domat/Emser es nicht verstanden haben, warum eine Fusion Feldis mit Domat/Ems schon früh daran gescheitert sein soll, dass die vom Gemeindevorstand Domat/Ems als Vorraussetzung angesehene Strassendirektverbindung Domat/Ems-Feldis finanziell nicht gesichert werden konnte. Man hätte sich eine breitere Diskussion in der Gemeinde Domat/Ems gewünscht, die wahrscheinlich eine Lösung gebracht hätte, da sich die Domat/Emser und die Feldiser schon seit Generationen nahe stehen. Hier sei eine Chance vertan worden, meinte einer der Domat/Emser.